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Spielbericht H1 – Lünen 28.09.2019

Wenn einer eine Reise tut, so hat er meist ein klares Ziel. So auch die 1. Herren auf Ihrer ersten Auswärtsfahrt des Jahres nach Lünen. Mit sehr dünn besetztem Kader und dementsprechend mit viel Kampfgeist aber wenig bis keinen Alternativen wollten wir mal schauen, was der uns unbekannte Gegner so zu bieten hat! Außerdem musste der freundlicherweise von Renault Wagner zur Verfügung gestellte Vereinsbus ja auch mal etwas bewegt werden…

Früh in der Halle konnten wir uns intensiv aufwärmen und gingen heiß in die Partie: Theo und Tobi über Mitte, Marc und Lukas über Außen, Alex Zuspiel und David etwas ungewohnt auf Diagonal. Ein Bisschen fehlte uns zu Anfang noch der Rhythmus: Im Angriff waren wir zwar sofort da, in Block, Abwehr und Annahme brauchten wir aber einen halben Satz um uns ans Großfeld zu gewöhnen. Doch dann machten wir recht zuverlässig immer 2-3 Punkte bei eigenem Aufschlag und nahmen dem Gegner sein Aufschlagrecht relativ schnell und zuverlässig wieder ab. 25:20 am Ende – guter Start!

Im Zweiten Satz zeigte sich Lünen deutlich flexibler im Angriff und unsere Defensive kam nicht wie gewünscht zum Zug. Ein paar Aufschlagfehler zu viel, eine kleine 4-Punkte Aufschlagserie kassiert und schon hetzt man hinterher. Den Satz gaben wir mit 22:25 leider ab.

Doch dann zündete unser Turbo: Im dritten Durchgang kam wieder alles zusammen. Hoher Aufschlagdruck, bärenstarke Blocks und Angriffe von unseren Mitten und nahezu makellose Quoten auf den Außenpositionen und in der Annahme. So viel kann gehen wenn es mal läuft! Der Satz ging nahezu ohne Gegenwehr mit 25:13 an uns.

Von diesem hohen Roß kamen wir dann im Vierten Satz allerdings wieder schnell herunter. Durch 1-2 unglückliche Aktionen zu Beginn schienen alle Mannschaftsteile plötzlich verunsichert. Man stellte fest, dass auch in Lünen der ein oder andere durchaus fähige Blockspieler lebt und dass die Lösung dagegen nicht sein kann, die Annahmedirekt zum Gegner zu schieben oder dichter ans Netz zu stellen…hier nahmen sich alle ihre 5-Minuten Pause und praktisch jeder steuerte einen Eigenfehler bei. 3:11 Fehlstart – klingt nach einem gelaufenen Satz. Oder?

Auszeit Tobi, taktische Umstellung im Block. Aufschlag David von ganz weit hinten. Und noch einer. Und noch einer…und zwar bis zur eigenen Führung! Unglaubliche 8 Punkte bei eigenem Aufschlag gelangen uns durch hoch konzentrierte Block-Abwehrarbeit und konstantem Aufschlagdruck auf den annehmenden Außenangreifer. Von nun an war Lünen völlig verunsichert und punktete nicht einmal mehr bei eigenem Aufschlag, sodass wir den verloren geglaubten Satz mit 25:19 und unfassbaren 22:8 Punkten nach Hause brachten!

Beste Stimmung im Bus war so natürlich garantiert… 

 

Nächstes Heimspiel: 13.10. 16:30 gegen VBC Paderborn II